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2010

19.08. - 22.08.2010

Jugendtour 2010


Die 11 Teilnehmer der diesjährigen Jugendtour starteten am Donnerstag, den 19.08.2010, um 12.45 UHR mit dem Wolgaster Brückenzug in Richtung Krumminer Wieck. Unser Basislager war im Naturhafen Krummin, von welchem aus wir Tageasausflüge ins Achterwasser unternahmen. Am Sonntag, dem 22.08., kamen wir, ebenfalls um 12.45 UHR, wieder durch den Brückenzug in Wolgast an.

Wir waren mit 2 Booten unterwegs. Vom befreundeten Kuttersegelclub Blau Weiß e.V. in Mahlzow haben wir uns einen Kutter, Typ ZK10, ausgeliehen. Zusätzlich waren wir noch mit einem offenen Kielboot unterwegs, Typ Fighter, auf welchem jeweils 2 bis 4 Leute abwechselnd segeln konnten. Unsere Klamotten transportierten wir in einem Anhänger, welcher uns freundlicherwiese vom Autohaus Frohreich zur Verfügung gestellt wurde.

Den gesammten Donnerstag haben wir für die Anreise und das Einrichten unseres Basislagers benötigt. Nach dem Packen der Sachen, Auftakeln der Boote und Passieren des Brückenzuges mussten wir bei stürmischem Wind (bis 6 Bft.) den Peenestrom bis zur Negenmarkrinne mühsam aufkreuzen. Dafür wurde der Rest des Weges dann aber auch in einer sehr angenehmen Rasuchefahrt zurück gelegt. In Krummin angekommen ging es erst einmal ans aufbauen der Zelte und Luftmatratzen. Den Abend haben wir dann gemütlich am Grill verbracht. Erschöpft vom kräftigen Wind des Tages fielen alle schnell und zufrieden in ihre Zelte.

Am Freitag war zeitiges aufstehen angesagt. Um 8 Uhr gab es Frühstück und anschließend sind wir zeitig richtung Achterwasser aufgebrochen. Unser erklärtes Reiseziel war der Hafen Ückeritz. Bei sehr angenehmen 3 Windstärken erreichten wir unser Ziel auch sehr rasch und ohne größere Anstrengungen wie noch einen Tag zuvor. Auf dem Kutter wurden fleißig Knoten und Vorfahrtsregeln geübt, während die Segler des Fighters vor allem das Trapezstehen verfeinern konnten. In Ückeritz selbst gab es dann einen kurzen Landgang, bekanntlich ist ja der Weg das Ziel und wir wollten wieder aufs Wasser zurück. Ziemlich schnell haben wir dann auch schon wieder unsere Segel gesetzt und sind richtung Heimathafen (Krummin) aufgebrochen. Auf halbem Weg, vor dem Weißen Berg (Gnitz), wurde auf merheitliches Verlangen noch einmal geankert und Körperpflege betrieben. Dass diese Entscheidung fatal war erkannten wir erst knapp eine Stunde später. Der Wind schlief gänzlich ein und wir mussten das letzte Stück mit dem Motor fahren. Abends gab es dann noch etwas heißes auf den kalten Teller, eine willkommene Abwechslung zu den Stullen und Brötchen, die uns während des Tages bei Kräften hielten.

Der Samstag sollte ebenfalls warm, aber dafür etwas windiger werden. Vor dem Frühstücken gab es noch eine großzügige Portion Frühsport. Es ist selbstverständlich, dass man dafür auch etwas früher aufzustehen hat.
Trotz allem sind wir dann gegen 9 UHR in See gestochen und haben Kurs auf Rankwitz genommen. die gesegelte Entferneung war ähnlich dem Vortag, aber mit frischerem Wind und somit auch mehr spaß. In Rankwitz angekommen hat die Tourkasse jedem ein Eis spendiert und wir haben uns ein Stück ausgeruht. Nach nicht allzu langer Zeit haben wir dann aber wieder die Festmacher gekappt und sind den Peenestrom noch ein Stück weiter geseglt, zu einer kleinen Badestelle welche wir als "Krienke 1" getauft haben. Während die "Kleinen" sich wieder im Wasser vergnügten, konnten die "Großen" nicht widerstehen den Fighter einem umfangreichen Kenter- Test zu unterziehen. Nach einem Knappen Stündchen ging es dann aber auch schon wieder auf den Heimweg, wer weiß ob der Wind wieder einschläft? Diesen Abend hatten wir jedoch Glück, wir konnten das ganze Stück segeln. Zur Freude der Hafenbewohner, und weil es einfach einen riesen Spaß macht, wurde der Fighter kurz vor dem Ziel noch ein paar mal gekentert.
Ein Abend wie die anderen auch, es gab wieder lecker warmes Essen und es wurde lebhaft über die Ereignisse des Tages diskutiert. Dass auf einmal so viele Besucher dort waren (größtenteils ehemalige Segler des Vereines) hat niemanden verwundert. Also wurden die Kleinen früh ins Bett geschickt, wir wollten ja den Tag darauf den frühern Brückenzug noch schaffen. Auch hier keine Widerrede. Schön, gut. Kaum waren sie verschwunden wurde schnell der Plan konkretisiert und eine Karte gemalt. Die erste Hälfte stampfte mit einem Rucksack voll Leinen, Blöcken und Utensilien in den dunklen Wald. Eine halbe Stunde Später wurde dann lautstark mit Kochtopf und Kelle geweckt. Es dauerte nicht lange, bis ein jeder zeckensicher angezogen vor seinem Zelt stand und mit verschlafenen Augen in die Nacht blinzelte. Es ist mal wieder Zeit für eine Nachtwanderung! Schnell 3 Gruppen eingeteilt, Taschenlampen abgenommen und eine Karte in die Hand gedrückt ging es im Abestand von 15min auf den Weg. Eine gute halbe Stunde Fußmarsch, Fragen finden und richtig beantworten, und immer darauf gefasst sein, dass etwas (oder jemand) aus dem dunklen Gebüsch springen könnte. Nach einer großen Runde, mit mehr oder minder Irrwegen, hatten alle (die meisten) Beteiligten sehr viel Spaß gehabt und finden sich gut 2 Stunden nach dem Weckruf wieder im Basislager ein. Jetz aber wirklich ins Bett, das mit dem frühen Brückenzug war kein Scherz!

Trotz unserer nächtlichen Aktivitäten sind wir um 7 Uhr aufgestanden. Nach dem verdienten Frühstück wurden die Zelte abgebaut und alle Sachen wieder in dem Anhänger verstaut. Um 09.30 UHR wurde dann die Festmacher los gemacht und bei einem herrlichen Segelwetter die Negenmarkrinne aufgekreuzt. Wir sind mit ausreichend Zeit in Wolgast angekommen und mussten nur eine halbe Stunde auf den Brückenzug warten. Nun ging alles recht schnell, alle packten mit an um die Boote und den Anhänger sauber zu machen und alles zu sortieren. Nach einem letzten Gruppenfoto verstreute sich die Gruppe dann, am Montag war leider wieder Schule

Eine zwar kurze, aber dafür sehr lustige und reibungslos abgelaufene Jugendtour war zu Ende. Wir hoffen auch 2011 wieder eine Jugendtour durchführen zu können, möglicherweise wieder eine volle Woche. Unsere Jugendtour wird im übrigen nicht nur für unsere Vereinsjugend angeboten, sondern ist für jeden offen. Bei Interesse kann hier Kontakt aufgenommen werden